Alter: 27
Größe: 1,68
Gewicht: immer zu fett
Wunschgewicht: erst 48 dann evtl. 43 Kg
Haarfarbe: braun
Augenfarbe: grün
Familienstand: verheiratet
Wohnort: Großstadt
Haustiere: eine Hündin, eine Katze und ein Ehemann 
Krankheitsverlauf:
Ich bin seit 10 Jahren ES. Alles begann mit einem Reizmagen. Ich wog bei einer Größe von 1.68 m 55 Kg und war zufrieden damit. Doch dann konnte ich über ein Jahr lang nichts bei mir behalten bzw. gar nicht erst essen. Die Gründe dafür sind Missbrauch (ja so muss man es wohl nennen) und totale soziale Isolation gewesen. Ich nahm auf 43 Kg ab. Dann kam ich in eine Klinik und wurde zu einer Therapie gezwungen. Als ich wieder bei 55 Kg angekommen bin, war ich todunglücklich. Ich fühlte mich fett und hässlich, nicht so sehr wegen dem aussehen, eigentlich viel mehr wegen dem was in mir war, all der Schmerz und diese unendliche Traurigkeit, ich hätte mich am liebsten in Luft aufgelöst. Seit dem geht mein Gewicht auf und ab. Mia-Phasen wechseln sich mit Ana-Phasen ab.
Seit Anfang 2006 gehöre ich aktiv der "Pro-szene" an, d. h. ich bin in Foren aktiv, arbeite an meiner HP und betreibe Aufklärung soweit mir das möglich ist. Seit September 2006 leite ich das Forum Dragonfly with broken wings, zuerst mit nyx, zwischenzeitlich mit Lexi, nun allein. Das Forum hat mir sehr geholfen, vor allem bei der Entscheidung in die Klinik zu gehen. Am 03.01.08 bin ich dann in die Klinik gekommen und war dort 2 Monate. Geplant waren eigentlich 9 Wochen aber nach 8 hab ich es einfach nicht mehr ausgehalten und bin auf eigenen Wunsch nach Hause gefahren. Die Klinik hat mir viel gebracht aber geheilt bin ich noch lange nicht. Einige verabschiedeten mich mit den Worten "komm gesund nach Hause", als wenn es sich bei meinem Leiden um eine Krankheit handelt die mit einer OP und ein paar Pillen behoben ist. Doch so einfach ist es leider nicht und im Moment befinde ich mich wieder auf Diät. Ich bin jetzt seit 2 Wochen zu Hause und hab mich so unter Druck gesetzt bzw. setzen lassen, alles möglichst schnell in den Griff zu bekommen, dass ich wieder kurz vorm Abgrund steh. Ich hangele mich von einem zum anderen Tag und versuche nicht aufzugeben. Bei kleinsten Rückschlägen oder falschen Worten von Familie und Freunden verliere ich sofort wieder jeglichen Mut. Ich habe in den letzten 2 Wochen auch überlegt ob es nicht sinnvoller wäre mein Leben doch jetzt zu beenden statt immer weiter zu kämpfen und doch nichts auf die Reihe zu bekommen. Ich weiß, wie, wann und wo ich es täte aber wahrscheinlich denke ich immer noch zu rational und hab immer noch zu große Angst vorm Sterben. Vielleicht ist das gut, vielleicht auch nicht.
Stand März 2008
Nachdem ich nun das Jahr 2008 in einem ewigen Existenzkampf verbracht habe, geht es mir jetzt zum Ende des Jahres besser. Ich studiere Grafikdesign und habe wieder ein Ziel vor Augen. Nach über einem Jahr krank geschrieben zu sein, ist es hart wieder in einen normalen Alltag zu kommen, ich bin eigentlich immer müde und muss mich Nachmittags erstmal 1-2 Stunden hinlegen. Ich bin aber zur Zeit stabil (wow ich dachte ich könnte das nie mehr sagen), zwar habe ich einige kleinere Rückfälle (SvV und Mia), sonst bin ich aber auf einem guten Weg. Dass ich mich von meiner ES wohl nie befreien werde hab ich inzwischen hingenommen. Ja ich bin mal wieder auf Diät. Seit der Klinik habe ich 7 Kg zugenommen, von denen 2 wieder runter sind. Ziel ist es erstmal wieder auf 55 Kg zu kommen, möglichst innerhalb ca 2 Monaten und schließlich die 50 Kg Marke zu knacken. Dann soll es erstmal bei 48 Kg bleiben und ich schaue wie ich mich dann fühle. Seit der Klinik geht das Abnehmen wesentlich langsamer, da ich häufig Tage erlebe an denen ich denke, "ach iss doch ganz normal, du bist nicht fett", Abends bereue ich es dann zutiefst und bekomme Panik und nicht selten auch SvV-Rückfälle. Aber es ist ok, ich freue mich jetzt erstmal auf die Feiertage, die ich diesmal genau so gestalte wie ICH es will und dann aufs neue Jahr, was ja einfach nur besser werden kann.
Stand Dezember 2008
Auf den Bildern ziehe ich weder den Bauch ein, noch spanne ich irgendwelche Muskeln an, nur so kann man sich ein Bild von der tatsächlichen Firgur machen. Seit Aufnahme dieser Fotos, war ich zwischenzeitlich dünner, als auch dicker.

