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Warum Ana (ES)?

In letzter Zeit häufen sich die Berichte in den Medien über die Pro-Ana-“Bewegung“. Dort werden meist junge Mädchen mit einer völlig verdrehten Vorstellung zum Thema gezeigt. In fast allen Fällen haben sie selbst in TV oder Internet von Pro-Ana gehört und waren neugierig. Trauriger Weise werden in Berichten, Artikeln usw. natürlich nur erschreckende Halbwahrheiten berichtet, die mit der Einstellung der meisten Mitglieder dieser "Szene" wenig bis gar nichts zu tun haben.

Ich möchte mit meinen folgenden Worten einmal klarstellen, warum Ana (ES)!

Ich beginne mal mit ein paar Gegenfragen

Warum Übergewicht?

Warum Rauchen?

Warum Extremsport?

Warum Verkehrsteilnehmer?

Warum Gelegenheitstrinker?

Warum Fast Food?

Ich könnte diese Fragen wahrscheinlich ewig stellen. Tatsache ist, dass Millionen Menschen jeden Tag gefährliche, wenn nicht sogar lebensbedrohende Dinge tun. Ich denke da insbesondere an Sportler, die wirklich gefährliche Sportarten betreiben und dennoch extrem umjubelt sind. Oder Raucher, sie wissen ganz sicher, dass Rauchen tödlich sein kann, wie auch nicht, es steht ja auf jeder Zigarettenschachtel. Jedoch ist der Griff zur Zigarette etwas völlig alltägliches. Gewohnheiten, wie Rauchen, fettes Essen und das Bierchen zwischendurch werden von unserer Gesellschaft gebilligt, ja sogar befürwortet. Wenn jedoch die Worte Magersucht oder Bulimie erklingen, schrillen bei allen die Alarmglocken (nicht zu Unrecht). Mit welcher Berechtigung versucht man mir vorzuschreiben, wie ich mit meinem Körper umzugehen habe? Ich werde mich doch auch nicht erdreisten, einer übergewichtigen Person zu sagen, sie sei Fett und werde sich noch ins Grab fressen.

Ich weiß sehr genau, dass ich krank bin. Ich will nichts verherrlichen und auch nichts beschönigen. Ich möchte einfach mit meiner Krankheit so gut wie möglich leben können, denn den Kampf dagegen hab ich vorerst aufgegeben. Ich möchte auch nicht dünn sein um besser auszusehen, wie viele wahrscheinlich denken werden, sondern weil ich einfach so wenig wie möglich sein möchten, weniger existent, weniger da, weniger Raum ausfüllen. Wenns ginge mich unsichtbar machen. Ich verlange nicht, dass mich jemand ohne ES versteht, ich verlange aber, dass man mich so leben lässt wie ICH es möchte, denn mich hat keiner gefragt ob ich leben will, also hat mir auch keiner zu sagen wie ich zu leben habe.

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